lichtverhältnisse


das gleissend starke neonlicht brennt in den ausgetrockneten schon längst ausgebrannten augen. sie zwingkt sie immer wieder zusammen. sie, die ihren kopf aufrecht dem licht entgegenstreckt und jeden funken aufzusaugen versucht. von der kunst oder der natur. sie, die lichtverschlingende lichtsüchtige menschin. vor ihren aufgeriebenen augen schieben sich bahren mit blutig aufgeschlitzten leibern. was bringen die lichtverhältnisse untertags zutage. sie graben furchen ins fleisch, sie bohren löcher ins knochengerüst. klinisches licht ohne gnade. licht ohne schatten. die menschin gleicht einem andalusischen strassenköter. sie zieht sich an ihrem eigenen schwanz hoch zum licht. hoch zum rumpf am becken vorbei. auf dem operationstisch streckt sie sich hernieder. ein biss in den schwanz unter brennender sonne. geschützt in dem gedachten schatten ein schnitt ins auge unter elektrik. geteilte augäpfel verdoppeln die realitäten.

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