gebirgsschlaf

diesmal ein tagebucheintrag eines kleinen menschen. ähnlichkeiten mit lebenden personen ausgeschlossen.

“gestern, das lange zurückliegende schon vergessene geschehen. das gestern. das vorgestern, das wache…- wieder gemerkt, wie die ganze kraft sich aus dem körper geschlichen hat. leise, aber forschen schrittes, unauhaltsam, nur die hülle zurücklassend. die hülle, diesen kleinen körper ohne kraft. nur auf die schwerkraft zurückgeworfen. in die deckenhülle füllend zurückgeworfen. der schlaf. dieses unding, dieser gott und dämon zugleich. dieses unbekannte und bekannte zugleich. schutz und ausgeliefert sein. dieses schattenwesen, dieser zustand einem rausche gleich. der augapfel wandert beim schliessen des auges nach oben. das lid bedeckt nur das weisse des auges. heute aufgewacht. noch dunkel im zimmer, dessen lider die rolläden verdeckten. die uhr, der unaufhaltsame chronist, zeigt einen halben verschlafenen tag an. der augapfel ist wieder auf die welt gerichtet und fängt zu arbeiten, zu sehen an. so bin ich nun. hier wach und bereit für die stunden bis zum schlaf. ”

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